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 Tell me why? Eine kleine traurige Geschichte

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Toni
Herrscher


Zwilling Anzahl der Beiträge: 1874
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Lebensmotto: Einen Wolf kann man nicht bezwingen, aber man kann ihn für sich gewinnen.
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BeitragThema: Tell me why? Eine kleine traurige Geschichte   Sa Jan 09, 2010 12:04 pm

Tell me why?

Sicherlich empfand er die Situation als nichtig, als eine Angelegenheit die man so aus der Welt hätte schaffen können, doch ich sah die Sache ganz anders.
Für mich brach eine Welt zusammen. Ein Stückchen Freundschaft die wir uns in den letzten Jahren aufgebaut hatten. So vieles hatten wir miteinander erlebt. Uns war gutes und auch schlechtes widerfahren. Dennoch stand ich immer an seiner Seite. Wollte ich ihn nicht in Stich lassen. Es hatte Tage gegeben an denen ich ihm am liebsten den Hals umgedreht hätte, ihn verurteilt hätte für das was ich empfand. Aber ich konnte es nicht. Aus nur einem einzigen Grund, er war mein Freund. Dennoch wurde diese Freundschaft getrübt und in einen tiefen Abgrund gerissen. Es zog mich immer weiter in die Tiefe, riss alles in mir entzwei. Selbst mein Herz wusste nicht mehr, was richtig und was falsch war. Ich hätte sagen können was ich wollte, es fand kaum wirkliches Gehör. Ob er wohl wusste wie ich mich fühlte?
Nein, wie sollte er denn auch.
Während ich vor mir her dümpelte, mir den Kopf zerbrach, wurde alles noch viel schlimmer. Er meldete sich nicht, tat noch nicht einmal etwas dagegen damit es Uns beiden besser ging. Eher schrieb er Dinge die so nie gemeint waren. Dinge die er in den falschen Hals bekommen hatte und nun so drehte wie er sie wollte. Wie kann man sich einer Sache Hundertprozentig sicher sein, wenn man noch nicht einmal versucht herauszufinden, was einen selbst wirklich belastet. Ich habe es ihm gesagt, geschrieben, doch alles Tun war Vergebens.
Im Wahn des Nervenzusammenbruchs stand ich dann da, wusste nicht was ich noch tun sollte, wollte ich am liebsten von hier verschwinden, alles hinter mir lassen nur um dem Schmerz zu entfliehen. Doch ich habe es nicht getan, blieb standhaft dem gegenüber was ich nach etlichen Eskapaden, mir vorgenommen hatte. Hatte es denn überhaupt noch einen Sinn?
Wollte ich diese Freundschaft wirklich noch? Hätte es jemals anders werden können? Würde er sich ändern? Würde er mal aufhören auf meinen Gefühlen herumzutrampeln?
Alles Fragen die ich mir stellte. Ich schrieb Gedichte, versuchte durch sie, damit klarzukommen. Im Nachhinein muss ich sagen, für den Moment haben sie etwas gebracht, doch auf längere Zeit gesehen war es nur eine Art Hoffnung, die ich mir selbst machen wollte. Hoffnung darauf dass er sich vielleicht doch meldet. Er wollte es anscheinend nicht sehen, erkennen. Er preschte einfach weiter, in seinem Rhythmus ohne darauf zu achten das es andere Menschen vielleicht hätte verletzten können.
Auf zuvor erhofften Frieden folgte unendlicher Schmerz. Schmerz der sich tief ins Innere meiner Seele fraß und mich seitdem nicht mehr loslässt.
Ich habe versucht bestimmte Dinge zu tolerieren, sie in den Hintergrund zu stellen, doch es hat nicht funktioniert, weil das was er getan hat, einfach nicht zu tolerieren ist.
Wenn man bemerkt dass es zu viel ist, muss man handeln. Hätte ich es nicht getan, wäre ich wohl daran zerbrochen. Nun habe ich es getan und zerbreche trotzdem daran. Aber was noch viel, viel schlimmer ist als das, ist, das ich jemanden anderen verletzte. Ich will es nicht und dennoch geschieht es. Ich kann nur sagen, es tut mir leid. Aber das was ich im Moment fühle, frisst mich auf, lässt mein Herz blutend zurück. Es wurde in Stücke gerissen und den Drachen zum Fraß vorgeworfen. Eine meterhohe Mauer hat sich zwischen Uns aufgebahrt. Eine Mauer die ich nicht so einfach überqueren kann. Ich habe keine Ahnung wer der Architekt dieser Mauer ist, das einzige was ich weiß ist, das es mir weh tut.
Wie kann ein einzelner Mensch sich so in den Mittelpunkt drängen?
Ich weiß es nicht.
Ich hatte immer ein offenes Ohr für ihn, habe mit ihm Scherze gemacht, gelacht.
Ich schreibe das hier nicht um mit ihm abzurechnen, sondern um zu verstehen wieso?
Diese Frage stelle ich mir schon die ganze Zeit. In einer Zeit in der eigentlich Freude und Glück vorrangig sein sollte, herrscht nur noch Chaos und Missverstand.
Am liebsten würde ich ihm erneut den Hals umdrehen, doch es wäre nur verschwendete Müh.
Dennoch hört es einfach nicht auf zu schmerzen, sodass ich nicht mehr weiß wie die Zukunft weitergehen soll. Nicht das ich ihn bräuchte, das ist es nicht. Das einzige was ich will ist Frieden. Ständig betritt er aufs Neue die Bühne meines Lebens und lässt mich nicht zu Ruhe kommen. Warum? Will er Genugtuung für das was ich entschlossen habe? Ich weiß es nicht.
Ich kann nur spekulieren, mehr nicht. Man macht sich Gedanken, bei Tag und bei Nacht. Man kann nächtelang nicht schlafen, spürt wie sich die Welle des Schmerzes immer weiter auftürmt. Kann man dem nicht einfach entfliehen? Sich einreden, was mal war, das war einmal. Nein, so einfach geht das nicht. Besonders dann nicht, wenn der jenige der Beste Freund war den man hatte. Jetzt im Nachhinein frage ich mich, wie viel war ich ihm wirklich wert? Wie viel Freundschaft war wirklich zwischen Uns?
Nur weil ich sie aufgelöst habe, sie auflösen musste, heißt es noch lange nicht das es mir gut dabei geht.
Ich stehe an einem Grab, was nicht ich erschaffen habe, sondern er selbst. Einem Grab der Freundschaft. Ja, dort liegt die Freundschaft begraben und wird zerfressen von den Maden der Traurigkeit.
Die zuvor erwähnte Mauer wird immer höher. Umringt meine Seele die immer noch versucht einen Weg zu finden, ohne Ihn.
Böse Geister schweben durch die Lüfte und versuchen alles, um dich auf eine andere Seite zu ziehen. Doch das lasse ich nicht zu. Ich werde kämpfen und sei es bis zum Lebensende. Nicht ich bin das Böse, das dunkle Krauen, sondern etwas ganz anderes ist es was unsere Seelen verunreinigt, versucht uns aufzufressen, uns zu zerstören. Er denkt er wäre auf der anderen, voller Licht befluteten Seite, doch das ist nicht war. Einst war doch er es selbst der meinte auf der dunklen Seite zu stehen, wieso auf einmal anders rum?
Weil bestimmte Situationen eingetreten sind? Weil bestimmte Menschen sich anders verhalten haben als er gedacht? Muss man deswegen die, die einem angeblich so viel bedeutet haben, auf die gleiche Seite stellen?
Ich sage nein.
Wenn keine Antworten kommen, keine einzige Silbe darauf hindeutet das man einem etwas bedeutet, muss man denken, das all das was mal Freundschaft war, eh nie wirklich existiert hat. Das einzige was bleibt ist Traurigkeit und die Gewissheit dass es wohl auch keinen Sinn mehr macht. Das es anscheinend besser so war. Doch das ist es nicht. Eher kommt immer wieder Neues dazu. Dringen weitere gefräßige Maden in meine Seele, sodass ein klarer Schnitt nie stattfinden wird. Dann kommt Angst dazu, Angst noch etwas viel Wichtigeres als ihn zu verlieren. Jemanden, auf den man schon so viele Jahre gewartet hat, den man nicht verlieren will. Aber jeglicher Versuch den eigentlich so guten Freund zu vergessen, scheitert aufs Neue. Wieder drängt er sich dazwischen.
Die Mauer wird immer breiter und länger, verhindert die Sicht nach vorn.
Ich kann nur das sagen was mich verletzt, mich in Stücke reißt.
Gedichte haben nichts gebracht, und wahrscheinlich bringt selbst das hier nichts. Dennoch schreibe ich es um zu verstehen wieso. Aber kann ich es überhaupt verstehen? Ist es nicht der Weg des Schicksals?
Scheiß was auf das Schicksal sag ich dann nur noch, und dreh mich um.
Ich kann doch nicht das Schicksal bestimmen lassen was es will. Wo soll das denn dann hinführen? In ein weiteres Chaos?
Na ja sagen wir es mal so, wenn es sein muss, dann muss ich wohl dieses Chaos irgendwie versuchen zu überstehen, doch ob es mir gelinkt ist eine andere Angelegenheit.
Mein Herz und meine Seele sagen nein.
Ich kann nur das sagen was mich bedrückt, mich einfach nicht ruhen lässt.
Alles was mal Freundschaft bedeutete zählt nicht mehr. Es versuchen zu retten, fällt einem nicht ein. Eher haut man noch drauf, tritt sie mit Füßen.
War es dies alles wehrt, waren es die anderen wehrt das Du wirklich denkst, man steht auf der dunklen Seite?
Wo ist denn dein so gelobtes Wort an Verständnis?
Als ich sagte, mir geht es nicht gut, wurde ich nur belächelt. Du willst deine angeblich eigene Kraft auf andere übertragen aber hast noch nicht einmal den Mumm dazu dich anderen entgegen zu stellen.
Meine Worte waren deutlich, dennoch habe ich eine gewisse Zeit gewartet, doch es kam Nichts. Also waren all meine Gedichte, meine Nachrichten was für die Katz. Dann hätte ich auch mit der Wand vor mir reden können. Aber dieses Gespräch wäre sehr einseitig geworden, deswegen war der Entschluss meine Gedanken aufs Papier zu bringen wohl mehr als nur richtig. Es war wichtig.
Aber was bringt das alles, wenn man trotzdem noch traurig ist?
Nichts.
Ich könnte psychologische Sitzungen diesbezüglich annehmen, mich in Hypnose setzen lassen um mein gutes Karma nicht noch weiter versauen zu lassen.
Ich habe kein gutes Karma?
Oh Mist, dann sollte ich schnellst etwas daran ändern. Mich endlich von der dunklen Seite lösen und der hellen entgegentreten, vielleicht habe ich ja noch Glück und sie nimmt mich noch auf.


Tell me why?

Wieso bist du nicht ein einziges Mal auf Uns zugekommen?
Wieso hast du dich nicht Mal eher gemeldet, wenn wir doch so wichtig waren?
Wieso sagst du wir wären ja jetzt auf der dunklen Seite?
Wieso hast du nicht ein einziges Mal richtig zugehört, das ernst genommen was ich dir gesagt habe?
Warum?
Wieso warst du der Auffassung dass ich stark genug wäre?
Wieso nahmst du dir das Recht heraus dich immer wieder irgendwo dazwischen zu drängen?

Weil Wir dich verletzt haben.
Weil wir dir anscheinend nicht wichtig genug waren.
Weil wir weiterhin mit jemanden befreundet sind den du nicht mehr leiden kannst.
Weil du nicht mal überlegst das es wirklich mal dazu kommen könnte.
Keine Ahnung.
Weil anscheinend jeder so stark sein muss wie du, wo mal selbst du nicht stark genug bist.
Weil du ein Problem hast.

So, es ist immer noch keine Abrechnung, es sind meine Gefühle, meine Gedanken und meine Ängste. Wer das hier falsch versteht, sollte vielleicht mal überlegen wieso?

Mit einem lachenden Gesicht habe ich all das beendet.
Mit einem Grinsen auf den Lippen hab ich dich von mir gestoßen.

Das ist Ironie … mehr nicht.

Es tut gut endlich ohne Dich zu sein.
Ich erfreue mich vollkommener Glückseeligkeit.

Das ist immer noch Ironie.


Ich streite mich besonders gerne, deinetwegen mit meinem „Besten Freund“
Es tut mir unendlich gut, alles nur noch negativ zu sehen.

Diese Ironie tut schon fast weh.

Aber was soll’s, interessieren tut es dich anscheinend ja eh nicht.
Deswegen ist das hier, wohl das allerletzte was ich zu deiner Person zu sagen habe.

Es tut mir wirklich leid das ich auf der dunklen Seite stehe … mögen es mir die Engel des Lichtes verzeihen.
Das ist auch wieder nur Ironie … mehr nicht.

Tell me why, why?
Sag mir wieso?
Des Wolfes Herz herausgerissen,
die Hände voller Blut.

Tell me why, why?
Sag mir wieso?
Wieso tut man mir so weh?
Warum denkt jeder, ich wäre stark?

Tell me why, why?
Sag mir wieso?
Das einst so glänzende Licht meiner Augen,
wo ist es hin, wer hat es mir gestohlen?

Tell me why, why?
Sag mir wieso?
Auch Wölfe können weinen,
Schmerzen erleiden.

Why, why???
Tell me why?
Wieso kann ich nicht mehr glücklich sein?
Tell me why?

Auf einer Art und Weise ist dies hier wie eine kleine traurige Geschichte, dennoch wollte ich sie nicht unter Geschichten stehen haben, weil sie auch einen philosophischen Teil ins sich trägt. Es ist wie ein Lied was meine Seele geschrieben hat, ein Lied um zu verstehen, um damit klarzukommen was geschehen ist. Und es ist immer noch keine Abrechnung.

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BeitragThema: Re: Tell me why? Eine kleine traurige Geschichte   Di Jan 12, 2010 3:16 pm

Nein, eine Abrechnung ist es wirklich nicht. Die Worte die hier gefallen sind, sind "nur" Gefühle. Gefühle auf die die eigendlich angesprochenne Person herumtrampelt. ich weis nicht wirklich was ich dazu großartig schreiben soll, aber irgendwie habe ich das Gefühl dass das was doch soooo Wichtig gewesen ist, in Wirklichkeit nicht wichtig war für Ihn. Es stimmt mich traurig, das du daran zu zerbrechen drohst. Ich weis nicht ein noch aus, kann dir nicht helfen,...und das tut weh, sehr weh !!!! Auch ich habe Worte gesprochen, geschrieben,...aber ohne Erfolg. Er konnte oder wollte sie nicht verstehen, wo ignorieren doch so einfach scheint.
Ist es nicht gegenseitiges Verständnis was die Basis einer wirklich guten Freundschaft ausmacht??? Er selbst hat oft davon geredet das man Verständnis haben soll,....
Aber was ist mit Verständnis anderen gegenüber?? Ist das nicht genau so wichtig wie das Verständnis das einem selber entgegengebracht wird???
Nun ja, ich denke doch, oder irre ich etwa???
Hoffentlich nicht,....denn sonnst habe mein Leben bisher auf falschen Grundgedanken aufgebaut.



Was geschehen ist , ist geschen,....
was geschieht, geschieht,...
was noch geschehen wird , wird geschehen,....


Muss man das so hinnehmen, oder kann man selber bestimmen? Irgendwie habe ich das Gefühl, das beides richtig ist, doch wer nicht versucht aus die Geschenisse einzuwirken, der muss damit leben das er es nicht mal versucht hat. SO wie ER !!!

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Euer Raph

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BeitragThema: Re: Tell me why? Eine kleine traurige Geschichte   Mi Jan 13, 2010 12:56 pm

Es ist immer leichter anderen die Schuld in die Schuhe zu schieben.
Ich weiß jetzt ganz genau was ich zu tun habe.
Das wird manchen nicht schmecken, dennoch muss ich wohl einen Entschluss aus dem ganzen ziehen. Einen Entschluss der mir weh tut, aber so ist es eben, da muss ich jetzt wohl durch. Wo bei anderen Ignorantz an erster Stelle steht, wird bei mir etwas anderes im Mittelpunkt stehen. Meine Familie, mein Mann und meine kleine süße Tochter, meine Freunde(Die wirklichen Freunde), meine Tiere, das was ich erreichen will und mein eigenes Ich. Ich werde niemanden mehr hinterher rennen. Es lohnt sich eh nicht, das habe ich jetzt bemerkt. Ich will auch von dieser besagten Person nichts mehr hören, sehen, geschweige erfahren. All das was er tut, geht mich nichts an, hat es mich noch nie und es interessiert mich auch nicht mehr, wie er sein Leben weiterführt. Die, die er ganz nah bei sich hatte, gehen einen Weg und er geht einen Weg. Beide Wege werden sich nicht mehr kreuzen ... und wenn dann nur aus dem Prinzip Zufall. Ich war gestern an einem Punkt angekommen an dem ich am liebsten alles kurz und klein geschlagen hätte, doch ich habe es nicht getan. Und dies nur aus einem einzigen Grund, weil ich mich unter Kontrolle halten konnte. Ein Geschenk was ich sicherlich nicht über Bohrt schmeißen werde und mich weiterhin mit so etwas belaste. Dafür gibt es Wichtigeres im Leben ... mein Leben und das Leben derer die ich liebe. Ich lasse mich nicht zu einem Sklaven eines anderen Menschen machen, so weit hat man mich noch nie bekommen, und das wird auch niemand schaffen. Eine freie Seele, lässt sich nicht versklaven und zerstören.

Dennoch steht die Frage:
Tell me why immer noch im Hintergrund. Das aber auch nur, weil ich es nicht verstehen kann, wie man Menschen die einem so viel bedeutet haben, so in den Arsch treten tut.

Gezeichnet Toni

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